Rezensionen

Rezension: Ein Tag im Dezember von Josie Silver

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich wieder eine Rezension für euch zu einem wahren Herzschmerz-Buch. Ein Tag im Dezember erschien am 08. Oktober 2018 beim Heyne-Verlag, von dem ich auch das Rezensionsexemplar erhalten habe! Vielen lieben Dank dafür.

Klappentext:

Ein Augenblick reicht aus, um sich zu verlieben. Doch es braucht ein halbes Leben, um sich zu lieben.

Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die große Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie … 

Design:

Das Cover hatte es mir sofort angetan. Das Paar, der Sternenhimmel, die Schrift, in der der Titel verfasst ist und die Silhouette der Stadt – all das wirkt so stimmungsvoll und schön. Natürlich sieht es dem Cover von einigen Liebesromanen sehr ähnlich, was ich aber nicht schlecht finde. Ich stehe auf diese Art von Cover und verbinde sie auch mit äußerst gefühlvollen Geschichten. Was auch hier der Fall ist. Die Geschichte hält, was das Cover verspricht.

Ein paar Sekunden entscheiden alles

Laurie ist gerade auf der Heimfahrt in einem übervollen Bus, als sie ihn sieht. Jack, in den sie sich augenblicklich verliebt und er sich in sie. Doch er zögert und damit verpassen beide die Gelegenheit. Sie sucht ihn ein Jahr lang überall in London, findet ihn aber erst, als ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Sarah ihren neuen Freund vorstellt. Ausgerechnet Jack ist Sarahs Traummann. Und da Laurie ihr nicht das Herz brechen will, schweigt sie. Auch Jack schweigt – und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Laurie und Jack. Bei beiden merkt man die Qualen und Zerrissenheit an: die Gefühle füreinander, das schlechte Gewissen allen anderen gegenüber und die Gewissheit, dass es einfach nicht sein darf. Beide sind auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Und bei dieser Suche ist der Leser hautnah mit dabei.

Ich habe aufgehört, mich wegen der Bakterien hier im Bus verrückt zu machen. Inzwischen habe ich so viele von ihnen abbekommen, dass ich ohnehin sterben werde, sollten sie tödlich sein. Also lehne ich meine Stirn gegen das beschlagene Fenster und sehe zu, wie die Camden High Street an mir vorbeizieht, mit ihren funkelnden Weihnachtslichtern und den hell erleuchteten und schwitzenden Schaufensterscheiben, in denen wirklich alles angeboten wird – von Lederjacken bis zu geschmacklosen Souvenirs.

21. Dezember 2008, Laurie, ca. 1 % laut eBook-Anzeige

Laurie und Sarah

Dabei lernen wir beide auch richtig gut kennen. Laurie ist an sich eine sehr ruhige und bedachte Person. Die Menschen in ihrem Umfeld sind ihr wichtig. Sie möchte Journalistin werden und lernt Sarah während ihres Studiums kennen, als sie zufällig beide in die gleiche Wohnung einziehen. Beide sind sofort beste Freundinnen und so will Sarah ihr natürlich auch dabei helfen, den sogenannten Bus-Boy zu finden. Für Laurie ist Sarah somit ein wahnsinnig wichtiger Mensch, weshalb sie sich auch dagegen entscheidet, ihr die Wahrheit über Jack zu sagen.

Die Freundschaft zwischen den beiden finde ich so wahnsinnig inspirierend. Sie haben viele Insider und können eigentlich immer aufeinander zählen. Mir hat diese Freundschaft wahnsinnig gut gefallen, aber es hat alles natürlich auch komplizierter gemacht. Laurie fand es nicht schön, ihre beste Freundin anzulügen und Geheimnisse vor ihr zu haben. So sind mir beide auch wahnsinnig ans Herz gewachsen.

Jacks Zwiespalt

Auch Jack ist mit der Situation nicht glücklich, weshalb er es so aussehen lässt, als würde er Laurie nicht erkennen. Auch er fühlt sich nicht wohl dabei, Sarah nichts zu erzählen. Auch hat er immer das Gefühl, nicht gut genug für Sarah zu sein, denn Sarah ist wie ein strahlender Stern im Moderatorenhimmel. Und sie weiß einfach immer, was sie will – und nimmt es sich einfach bzw. bringt die Menschen dazu, es ihr zu geben.

Jack gibt sich trotzdem immer Mühe für die Menschen, die er liebt, ist dabei aber einfach hin und her gerissen zwischen der Beziehung zu Sarah und der besonderen Verbindung zu Laurie. Dieser Zwiespalt ist der Autorin wirklich gut gelungen.

Nebenpersonen mit viel und wenig Tiefe

Aber nicht nur Laurie, Jack und Sarah sind gut gelungen. Die wichtigsten Nebenpersonen haben auch eine gewisse Tiefe, die ebenfalls für Smypathien oder Antipathien sorgt. Dabei wird aber meist zwischen Nebenpersonen unterschieden, die nur ein oder zweimal auftauchen oder immer wieder präsent sind. Es wirkt wie aus dem wahren Leben. Manche lernt man nur oberflächlich kennen, berühren uns nur kurz, andere aber bleiben einem im Gedächtnis, laufen einem immer wieder über den Weg und zeigen dabei verschiedene Facetten von sich. Ein toller Punkt, meiner Meinung nach!

Jahr um Jahr

Die Geschichte spielt über mehrere Jahre hinweg, was mir auch sehr gefallen hat. So werden wir Zeugen davon, wie Laurie, Jack und Sarah immer erwachsener werden, ihren Weg im Leben gehen und gute sowie schlechte Erfahrungen treffen. Bei allen dreien läuft es komplett unterschiedlich und natürlich nicht immer gut.

Der Schreibstil ist dabei einfach wahnsinnig leicht, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Geschichte hat einen angenehmen Spannungsbogen, der vor allem am Ende ganz schön gespannt wird. Immer wieder gibt es Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat und unsere Protagonisten erfahren viel Leid, aber auch einige Freuden. Die Geschichte schenkt viele unvergessliche Momente, authentische Gefühle und liebenswerte Protagonisten.

Fazit

Ich hab dieses Buch von der ersten bis zu letzten Seite geliebt. Die Charaktere wirken authentisch und echt, die Geschichte hat einen angenehmen Verlauf, der wie aus dem Leben gegriffen wirkt und die Gefühle sind sehr real geschildert. Für mich ist dieses Buch eins meiner Highlights in diesem Jahr. Daher bekommt es 10 von 10 Punkte!

Weitere Informationen zu diesem Buch:

  • Verlag: Heyne Verlag
  • Seitenzahl: 481 Seiten
  • Preis: 4,99 € als eBook, 9,99 als Taschenbuch, 9,95 als Hörbuch-Download (im Audible-Abo), 9,12 als MP3-CD
  • ISBN: 978-3-453-42292-6
  • Gelesenes Format: eBook

Über die Autorin:

Josie Silver ist eine hoffnungslose Romantikerin, die ihren Ehemann an seinem 21. Geburtstag kennenlernte, nachdem sie ihn fast über den Haufen gerannt hätte. Mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in einer kleinen Stadt in den Midlands.

Text- und Bildquelle: Randomhouse-Autorenseite

Weitere Rezensionen zu diesem Buch:

Ein Kommentar zu „Rezension: Ein Tag im Dezember von Josie Silver

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s