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Rezension: Erben der Ewigkeit: Der Fluch des Lebens – Derufin Denthor Heller

Hallo ihr Lieben!

Na, seid ihr alle gut in den Mai gestartet? Bei mir war es sehr ruhig und entspannt. Ich hab die Zeit genutzt, um Energie zu tanken. Die brauch ich grade auch, denn es steht ein harter Wetterumschwung an, der meinen Kopf mit Migräne-Attacken quält. Also alles ruhig angehen. Ich versuche auch, überall mal den Druck rauszunehmen und nicht mehr so viel zu planen, sondern ein wenig spontaner an viele Dinge ranzugehen. Planen funktioniert bei mir aktuell eh nicht.

So wollte ich diese Rezension schon letzte Woche bringen, allerdings bin ich nicht so richtig dazu gekommen. Also gibt es sie, logischerweise, erst heute. Vielleicht finde ich ohne Druck wieder Freude daran, einfach drauf los zu schreiben. Und auch wieder mehr zu lesen.

Ich hab heute ein sehr interessantes Buch für euch. Es ist recht düster und definitiv nichts für Kinder oder Jugendliche. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt. Das Buch erschien am 15. Oktober 2020 bei Books on Demand.

Klappentext:

Heller Aufruhr herrscht im mittelalterlichen Weiler Laaberau. Aufgeregt fiebert die Bevölkerung dem großen Konzert fahrender Musikanten entgegen. Die Gefahr der letzten Tage scheint gebannt. Doch war der dämonische weiße Säbelzahn der wahre Schuldige für die erfahrenen Gräueltaten der letzten Stunden?
Welch düsteres Geheimnis birgt die verwunschene Waldlichtung und der edle Kirschbaum, den uralte Geschöpfe beleben?
Schnell zeigt sich, dass nichts ist, wie es zunächst scheint.

Ein grausiges Fantasy-Spektakel mit klassischen Horrorelementen über die triebhaften Auswüchse ewigen Lebens.

Design:

Das Cover des Buches ist sehr eindrucksvoll und passt zur Geschichte. Es wirkt düster, holzig, alt und hat etwas geheimnisvolles an sich. Genau diese Stimmung spiegelt sich in der Geschichte wider. Mir gefällt der elegante Stil und die dunklen Farben sehr. Insgesamt einfach stimmig und auch ansprechend.

Nomadenleben

Derufin und seine Weggefährten sind auf dem Weg in ein kleines Dorf, um dort ein Konzert zu geben. Unterwegs hören sie zufällig zwei Dorfbewohner, die über verschwundene und übel zugerichtete Frauen reden. Im Dorf angekommen erfahren die Gefährten noch mehr darüber und nehmen sich der Sache an. Wenn sie erfolgreich sind, wollen sie das Konzert veranstalten. Schnell finden sie eine Erklärung. Aber ob die ausreicht?

Was mir schnell auffiel in diesem Buch: Es gibt sehr sehr viele Personen. Manchmal war ich ein wenig verwirrt, wer wer war, aber mit ein paar Gedankenstützen hat man schnell den Bogen raus und je weiter die Geschichte voranschreitet, umso einfacher wird es.

Spannende Action

Die Kampfszenen lassen keine Wünsche offen. Auch die Geschichte selbst baut gut Spannung auf, wobei mir durch die Kämpfe so manches ein wenig zu einfach vorkam. Ich bin gespannt, welche Erklärung es hierfür gibt, denn dieser Umstand scheint etwas mit dem vollkommen überraschendem Ende des Buches zu tun zu haben. Die Wendung hab ich an dieser Stelle null kommen sehen. Auch muss ich hier nochmal betonen, dass es definitiv nichts für Kinder oder Jugendliche ist.

Das liegt nicht nur an der Brutalität mancher Szenen, sondern auch am sexuellen Bezug, der sich durch das ganze Buch zieht. Das fand ich an manchen Stellen ein wenig zu viel und manchmal auch überflüssig. Immer wieder ging es den Männern nur um Sex und ob eine Person dazu geeignet ist oder nicht. Frauen wurden meistens im sexuellen Kontext beschrieben und wie die Männer die Reize betrachten oder sich explizite Aktionen vorstellen. Ein bisschen weniger wäre auch ganz nett gewesen. Und das sage ich als eine Person, die erotische Szenen durchaus gut findet zwischendurch.

Geheimnisvolle Charaktere

Obwohl man einiges über die Gefährten erfährt, bleiben sie doch ein wenig nebulös, was anhand dem Ende wohl durchaus so gewollt ist. Ich hoffe, wir erfahren in den nächsten Bänden noch mehr über die Vergangenheit der einzelnen Personen, denn die könnte durchaus interessant sein. So im ersten Moment waren sie schon recht sympathisch, aber noch nicht recht greifbar für mich. Da fehlt noch ein bisschen Tiefe.

Auch bei den Nebenfiguren war es noch ein bisschen zu eindimensional und mit zu wenig Hintergrundinfo bestückt. Ich hätte gern mehr zu den Taten des Antagonisten erfahren oder was er damit erreichen wollte. Und auch zu einer anderen Figur hoffe ich auf mehr Informationen.

Horror- und Fantasyelemente

Die Horrorelemente hielten sich meiner Meinung nach ziemlich in Grenzen. Okay, vielleicht bin ich auch einfach zu abgebrüht, wer weiß. Auf jeden Fall war nur das Ende so wirklich erschreckend und horror, aus meiner Sicht. Der Rest war spannend und durchaus manchmal ein wenig eklig oder seltsam, aber nicht gruselig.

Dafür fand ich den Aufbau der Fantasywelt sehr gelungen. Man erfährt ein bisschen was über verschiedene Völker und Magie. Aber auch hier freue ich mich auf noch viel mehr Hintergrundwissen zur Welt und der Gesellschaft. Das ist immer ein besonders spannender Aspekt und ich hoffe, in den kommenden Bänden wird das ein wenig detaillierter.

Fazit:

Ein neugierig machender, durchaus gelungener Auftakt für eine vielversprechende Reihe. Das Ende wirft Fragen auf, schockiert, aber macht auch neugierig auf den kommenden Band. Die Figuren sind noch ein wenig geheimnisvoll und werden hoffentlich in den kommenden Bänden näher beleuchtet, ebenso wie die Welt und so mancher Gegenspieler. Ich hatte Spaß beim Lesen und fand den ersten Band wirklich gut. Ich freue mich auf die kommenden Bände, daher bekommt das Buch 7 von 10 Punkte!

Weitere Informationen zu diesem Buch:

  • Seitenzahl: 316 Seiten
  • Autor*In: Derufin Denthor Heller
  • Verlag: Books on Demand
  • Preis: 12,99 € (Taschenbuch), 4,99 € (eBook)
  • Gelesenes Format: Taschenbuch (Rezensionsexemplar)
  • Lesedauer: 6 h 38 min 41 sec
  • Gelesene Tage: 15 Tage
  • Gelesene Seiten pro Tag durchschnittlich: 21,07 Seiten/Tag

Über den*die Autor*In:

Text- und Bildquelle: Amazon-Autorenseite

Derufin Denthor Heller ist Autor für Deutsche Phantastik, Schauer & Mystery.
Er erblickte am 17. Januar 1978 in der schönen, altertümlichen Stadt Regensburg das Licht der Welt. Ein geschichtsträchtiger Ort, der seine Liebe für die Baukunst der Römer und das Mittelaltertum prägen sollte.
Seit Beendigung seines Studiums arbeitet er als Lehrkraft für Wirtschaftsfächer an verschiedenen Schulen im Freistaat Bayern.
Seine Kreativität entdeckte er schon in sehr jungen Jahren, doch unter anderem waren es vor allem die Zeit seines Zivildienstes und die lehrende Tätigkeit, die ihn nachhaltig künstlerisch prägte und seinen Charakter formte.
Derufin Denthor Heller ist seiner Heimat immer treu geblieben. Er lebt und arbeitet in verschiedenen Regierungsbezirken von Bayern.
In seiner Freizeit liest er gerne historische Romane, sammelt und hört diverse Tonträger und erholt sich von den aufregenden Strapazen des Alltags an seinem Schlagzeug.

Weitere Rezensionen zu diesem Buch:

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