Rezensionen

Rezension: Von Flusshexen und Meerjungfrauen: Eine märchenhafte Anthologie – Christian Handel (Hrsg.)

Hallo ihr Lieben!

Seid ihr eigentlich gut ins neue Jahr gerutscht? Bei mir war es sehr ruhig. Wir haben (mit Einhaltung von Abstand etc.) die Mutter von meinem Freund zu Silvester zum Abendessen eingeladen. Aufgrund der Ausgangssperre fuhr sie noch abends nach Hause. Während wir warteten, dass der selbstgebackene Fleischkäse im Backofen fertig wird, haben wir Coco geschaut, ein wundervoll herzzerreißender Film. Zu dem Fleischkäse gab es Brötchen und Salate. Sehr sehr lecker, die Reste gab es am nächsten Tag. Noch vor Mitternacht schlief mein Freund ein und ich schaute Chilling Adventures with Sabrina. Punkt Mitternacht lief Queen im Fernsehen und mein Freund wurde davon wach. Wir haben angestoßen, noch ein wenig geredet und dann war es auch schon Zeit zum Schlafen. Am nächsten Tag war ich trotz dem ruhigen Abend wahnsinnig müde und habe tagsüber viel geschlafen. Jahreswechsel ist irgendwie immer anstrengend.

Meine erste Rezension in diesem Jahr geht heute um die neuste Märchen-Anthologie vom Drachenmond Verlag, die am 15. Januar 2021 erschien.

Klappentext:

Von Flusshexen und Meerjungfrauen ist die fünfte Märchenanthologie des Drachenmond Verlages und diesmal tauchen wir wortwörtlich in die Geschichten ein.
Alle Anthologien können unabhängig voneinander gelesen werden. 

Dunkel, glitzernd und geheimnisvoll: Im Wasser liegt eine ganz besondere Magie.

Dies gilt umso mehr für die Bewohner dieses Elements – Brunnengeister, deren Zuhause der Eingang zur Unterwelt ist, Kappas, die auf dem Grunde japanischer Teiche leben, und Fische, die Wünsche erfüllen.

Widersteht ihr dem Lockruf der Loreley in ein verborgenes Reich, in dem Wasserpferde über mondbeschienene Seen galoppieren, Seeungeheuer Küstenstädte bedrohen und Nixen verträumten Mühlenweihern entsteigen?

Eine märchenhafte Anthologie mit Geschichten von:

Julia Adrian, Anika Beer, Astrid Behrendt, Nina Blazon, Jennifer Estep, Lynn Flewelling, Frank Friedrichs, Liza Grimm, Michelle Gyo, Lukas Hainer, Tanja Karmann, Lena Klassen, Liane Mars, Caleb Roehrig, Lisa Rosenbecker, Matthias Teut und Mira Valentin. 

Design:

Das Cover ist wieder von Covergott Alexander Kopainski gestaltet und ehrlich gesagt kenne ich kein Cover von ihm, das nicht wunderschön ist. So auch dieses Cover, das sich passend zu den Covern der anderen Anthologien des Verlags einreiht und wunderbar ergänzt. Ich bin eh ein großer Fan vom Element Wasser. Die geheimnisvolle Stimmung vieler Wasserwesen spiegelt sich perfekt auf dem Cover. Ich liebe es einfach!

Wundervolle Geschichten

Das Ding bei Anthologien ist oft, dass nicht alle Geschichten gefallen. Bei vielen war es sogar so, dass ich den Großteil nicht mochte. Hier ist das Gegenteil der Fall. Es gibt kaum eine Geschichte, die mir nicht gefiel. Manche Geschichten wirkten zwar stark gekürzt und hätten vielleicht als eigener Roman mehr Wirkung entfaltet, aber dennoch zogen mich alle in ihren Bann. Vor allem die Märchenadaptionen von bekannten Märchen wie die kleine Meerjungfrau oder Die Schöne und das Biest haben es mir angetan. Dazu sind einfach so viele Autor:Innen dabei, die ich auch schon vorher gern gelesen habe.

Spannungen und verschiedene Erzählstile

Obwohl die Erzählstile so unterschiedlich sind wie die Handlungen und vorkommenden Legenden und Fabelwesen, haben die Geschichten alle eins gemeinsam: Sie sind alle fesselnd und spannend geschrieben. Bei allen hing ich an den Seiten und wollte wissen, wie es ausgeht.

Bei manchen habe ich gelacht, bei anderen geweint. Bei vielen habe ich zufrieden geseufzt, andere haben mir eine Gänsehaut beschert. Ich denke, für jeden Geschmack ist was dabei. Es gibt Liebesgeschichten, reine Abenteuer, malerische Träume, reißende Flüsse, gierige Ozeane und verzauberte Wesen.

Von Märchen und Legenden

Nicht bei allen waren Märchen die Vorbilder. Manch eine:r hat die eigenen Romane und deren Welt genommen, um sie auszubauen und für die Anthologie zu nutzen (was mich sehr neugierig auf die entsprechenden Werke macht), wieder andere haben bekannte Mythologien verwendet, wie z.B. die griechische oder die nordische. Und wieder andere haben Mythologien, bekannte Märchen und eigene Geschichten so miteinander verwoben, dass zwar viel bekanntes durchschimmert, es aber trotzdem etwas vollkommen neues wird. Das Können der beteiligten Autor:Innen ist einfach umwerfend.

Fazit

Die neuste Anthologie des Drachenmond Verlags ist für mich ein richtiges Highlight mit vielen tollen Leckerbissen, spannenden Geschichten und interessanten Mischungen. Die Autoren haben alle meiner Meinung nach wundervolle Arbeit geleistet, die Geschichten laden zum Träumen und Erleben ein. Wer Märchen wie die Kleine Meerjungfrau liebt, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Manche Geschichten haben zwar Potenzial für mehr Stoff, aber dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen, habe ich ein gutes Bild von den Autor:Innen bekommen und werde das eine oder andere Buch mal näher betrachten. Daher bekommt das Buch von mir 9 von 10 Sterne.

Weitere Informationen

  • Seitenzahl: 372 Seiten
  • Autor:In: Christian Handel (Hrsg., alle Autoren im Klappentext einsehbar)
  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • ISBN: 978-3-95991-555-7
  • Preis: 6,99 € (eBook), 14,90 € (Taschenbuch)
  • Gelesenes Format: eBook (Rezensionsexemplar)
  • Lesedauer: 7 Stunden 22 Minuten und 2 Sekunden
  • Gelesen an wie vielen Tagen: 8 Tage
  • Gelesene Seiten pro Tag durchschnittlich: 46,5 Seiten

Über den/die Herausgeber:In:

Bild- und Textquelle: © Drachenmond-Autorenseite

Christian Handel wurde in der Schneewittchen-Stadt Lohr am Main geboren, die im sagenumwobenen Spessart liegt. Inzwischen lebt er allerdings in Berlin und ist selbst davon überrascht, wie sehr er sich als Landpflanze im Großstadtdschungel wohl fühlt. Er begeistert sich für Stoffe über starke Frauen, märchenhafte Motive und queere Themen.

Nachdem er lange Jahre als Blogger und freier Journalist über Bücher geschrieben hat, schreibt er endlich auch selbst welche. Sein Debüt ROSEN UND KNOCHEN wurde für 2018 für den SERAPH nominiert.

Weitere Rezensionen zu diesem Buch:

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2 Kommentare zu „Rezension: Von Flusshexen und Meerjungfrauen: Eine märchenhafte Anthologie – Christian Handel (Hrsg.)

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