Rezensionen

Rezension: Flügelschatten: Augen aus Dunkelheit von Carolin Herrmann

Hallo ihr Lieben!

Manchmal braucht man einfach Zeit. Manchmal ist es nicht so einfach, alles schnell schnell fertig zu bekommen, weil noch Kraft fehlt und man sich erst erholen muss. Ich bin nun dabei, mich wieder zu erholen und fit zu werden. Ich fühle mich besser und so langsam bin ich wieder bei meiner alten Form angelangt. Das heißt auch, dass ich wieder mehr lese und hoffentlich Deadlines in Zukunft einhalten kann. Ich wünsche es mir! Diese Rezension kommt jetzt einige Tage zu spät. Ich hoffe aber, sie gefällt euch.

Flügelschatten: Augen aus Dunkelheit erschien am 21. September 2020 beim Drachenmond Verlag.

Klappentext:

„Wenn du Gefahr witterst – verstecke dich. Wenn du in die Enge getrieben wirst – sei bereit für den Angriff. Du brauchst keine Waffen, du bist schneller als sie. Stärker. Besser.“

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, Erinnerungen zu haben. Nicht bloß diese Visionen, die mich überkommen und mir einen kurzen Blick in die Vergangenheit schenken. Wie es wäre, nicht von dieser Gier nach Blut angetrieben zu werden, oder wie es wäre, eine von ihnen zu sein – ohne die eingerissenen Flügel aus Haut und Knochen und ohne violette Augen voller Finsternis. Vor allem frage ich mich, wie es wäre, jemandem zu vertrauen. Celdon vielleicht. Aber genau er hat mir gesagt, dass es in Zeiten wie diesen niemanden gibt, dem man trauen kann.
Die Mauern aus Eis, die ich um mich errichtet habe, er schlägt Risse in sie und ich weiß nicht, ob ich das zulassen darf. Was ist, wenn er hinter sie blickt und das Monster sieht, das in mir schlummert?

Tolles, passendes Cover

Dass die Cover vom Drachenmond Verlag traumhaft sind, das sollte mittlerweile bekannt sein. Auch dieses Cover sieht toll aus. Es passt durch die Farben wunderbar zur Geschichte und einem der Handlungsorte, dem Wald, in dem die Protagonistin ohne Erinnerungen erwacht. Mir gefält es sehr. Die Stimmung der Geschichte trifft es auch gut. Es hat den Eindruck, als wäre der Wald neblig, was gut zu der Amnesie passt. Außerdem erkennt man bei genauem hinsehen auch Flügelschatten.

Ohne Erinnerungen erwachen

Die bis zur Hälfte des Romans namenlose Protagonistin, deren Namen ich euch auch nicht spoilern werde, erwacht eines Tages mutterseelenallein im Wald und weiß weder, wer sie ist, noch wo sie ist. Gibt es anderes Leben? Was ist sie? Gibt es noch mehr wie sie? All das bleibt lange Zeit unklar. Nur ihre Instinkte sind ausgeprägt und sie besitzt Wissen darüber, wie man überlebt. Alles andere – ihr bisheriges Leben, ihre Vergangenheit – kennt sie nicht.

Ich muss gestehen, dass ich das anfangs schwierig, aber auch recht interessant fand. Es ist eine sehr geschickte Strategie, um eine komplett neue Welt einem neuen Leser vorzustellen – und sie wirkt. Denn zusammen mit ihr erfahren wir nach und nach alles über die Protagonistin und die Welt, in der sie sich befindet.

Toller Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an sehr zugesagt. Sie schreibt locker, mit viel Gefühl und lässt die Bilder wunderbar vor den Augen entstehen. Dabei gibt es keine Längen und ruhige Momente wechseln sich mit spannenden ab, wobei der Spannungsbogen insgesamt immer mehr ansteigt. Durch die Sicht aus den Augen der Protagonistin und aus Celdons Augen sind die Gefühle und Gedanken der beiden nachvollziehbar. Zu beiden entwickelt man schnell Sympathie, man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Auch gab es romantische, gefühlvolle Momente und auch den einen oder anderen witzigen Moment, wobei die romantische Entwicklung eher nebenbei zu finden ist und auch glaubwürdig rüber kommt.

Interessante Geschichte

Die Kerngeschichte, die hinter Flügelschatten steht, ist nicht sofort erkenntlich. Nach und nach lichtet sich aber der Nebel und es zeigt sich ein bedrohliches Szenario, das einem die Haare zu Berge stehen lässt. Mich hat die Geschichte so gepackt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Auch wurde ich wahnsinnig neugierig auf die Welt und möchte wissen, wie der beschriebene Konflikt gelöst wird. Daher kann ich den zweiten Band kaum erwarten und dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

Fazit

Flügelschatten ist ein sehr interessantes, gefühlvolles und spannendes Buch. Die Handlung ist vielversprechend und gewinnt durch die Amnesie der Protagonistin eine mysteriöse Note, die im Laufe der Geschichte langsam verschwindet und dafür einem schrecklichen, aber auch spannungsvollen Szenario Platz macht. Wir erkunden nicht nur die Welt, sondern lernen auch die Vergangenheit und die Identität der Protagonistin erst im Laufe der Geschichte so richtig kennen, wobei sie und Celdon sehr ans Herz wachsen und bei mir für Tränen, Lacher oder überraschtes Aufkeuchen sorgen. Das Buch bietet alles, was ein Fantasyliebhaber sich wünscht, daher gibt es eine klare Leseempfehlung! Ich gebe dem Buch somit 10 von 10 Punkte!

Weitere Informationen:

  • Seitenzahl: 380 Seiten
  • Autorin: Carolin Herrmann
  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • ISBN: 978-3-95991-551-9
  • Preis: 5,99 € (eBook), 14,90 € (Taschenbuch)
  • Gelesenes Format: eBook (Rezensionsexemplar)
  • Lesedauer: 8 Stunden 38 Minuten und 47 Sekunden
  • Gelesen an wie vielen Tagen: 26 Tage
  • Gelesene Seiten pro Tag durchschnittlich: 14,6 Seiten

Über die Autorin:

Bild- und Textquelle: Drachenmond-Verlag-Autorenseite

Carolin Herrmann wurde 2000 geboren und lebt derzeit im ländlichen Osnabrücker Raum (um das Wort Kuhkaff nicht zu verwenden). Nach einem freiwilligen sozialen Jahr studiert sie Grundschullehramt für Deutsch und Religion… Und wenn sie sonst das Gefühl hat, sie platzt, wenn sie ihre Ideen nicht aufschreibt, bloß weil sie ein schönes Gebäude gesehen hat und schon eine ganze Geschichte voller mystischer Kreaturen durch ihren Kopf schwirrt, ist dieser jetzt wie leergefegt, wenn es darum geht, in ein paar Sätzen etwas über sich selbst zu erzählen.

Kitschigerweise hat sie sich bereits als junges Mädchen gerne Geschichten ausgedacht und sie mit anderen Kindern nachgespielt. Und nach krakeligen Buntstiftzeichnungen zum Vater- und Muttertag wurden diese dann, sobald sie schreiben konnte, auf Papier oder Laptop festgehalten. Neben diesem Hobby füllt nun kochen, alles nach Farben sortieren und vor allem Unmengen an Schokolade verdrücken ihre Freizeit.

Weitere Rezensionen zu diesem Buch:

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