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Mein Kampf gegen inneres Bodyshaming

Hallo ihr Lieben!

Dass wir alle gefühlt von der ganzen Welt anhand unserer Äußerlichkeiten bewertet und beurteilt werden, ist ja nichts neues mehr. Viel zu oft bekommt man mit, wie andere über einen reden, wie sie kommentieren, was man isst oder welche Kleidung man trägt und wie man sich geschminkt hat. Immer wieder muss man es aushalten, dass der eigene Körper nicht gut genug ist für die kritischen Augen der Umstehenden. Man kann zwar eine Schutzschicht um sich herum aufbauen, ein dickes Fell wachsen lassen oder die Ohren auf Durchzug stellen, aber irgendwann dringen die Worte doch bis ins Herz. Und je jünger man ist, desto schneller vergiften einen die Worte und desto schneller versinken wir im Selbsthass. Wir bestrafen uns dafür, weil unsere Körper nicht perfekt sind.

Wer ist schon perfekt?

Social Media und die Modebranche tragen ihr übriges dazu bei. Uns werden durch bearbeitete Bilder und Fotomontagen vorgegaukelt, man müsse perfekt aussehen, um begehrenswert und schön zu sein. Die Taille muss sehr schlank sein. Die Oberschenkel dürfen sich bloß nicht berühren! Und wehe, irgendeine Stelle am Körper ist nicht straff, sondern wabblig. Und von Orangenhaut fangen wir gar nicht erst an. All diese Makel werden weg retuschiert, weil sie anderen zeigen könnten, was eigentlich die Wahrheit ist: Keiner ist perfekt. Und ich finde das eigentlich gut so.

Makel machen schön.

Ich persönlich habe bisher schon ein paar äußerlich wunderschöne Menschen getroffen, bei denen mir aber eins gefehlt hat: der Charakter. Sie wirkten auf mich wie leere Hüllen, die außer ihrer schönen Fassade nichts zu bieten haben. Und das ist sehr schade. Die Haut war perfekt, jeder Zentimeter genau so, wie es immer gesagt wird. Jedes Haar saß genau richtig. Aber wenn man in ihre funkelnden Augen gesehen hat, dann fehlte etwas. Mir hat das gefehlt, was Menschen für mich wirklich schön und attraktiv macht: Eine Seele, ein Charakter. Jemand kann noch so die perfekte Figur haben. Am Ende entscheidet für mich das Lächeln und die Art und Weise, wie die Person sich gibt und mit ihren Mitmenschen umspringt. Da kann die Person dann Makel haben, wie sie möchte, sie ist in meinen Augen dann einfach wunderschön.

Was hat das nun mit dem inneren Bodyshaming zu tun?

Nun, die Erkenntnis, dass Menschen mit Makel dennoch schön sind, hat die Einstellung zu mir selbst nach und nach verbessert. Ich hab angefangen darüber nachzudenken, dass ich selbst ja gar nicht perfekt sein muss, um attraktiv, schön, begehrenswert und ein toller Mensch zu sein. Ich bin gut so, wie ich bin. Meine Makel mögen für manche vielleicht störend sein, aber ich bin aktuell nun mal genau dieser Mensch. Ich werde nicht plötzlich perfekt, nur weil andere denken, ich müsste es sein. Ich denke, dass es schon einen Grund hat, wieso ich aktuell so bin und dass es sich verändert, wenn ich bestimmte Themen in meinem Leben aufarbeite. Aber bis dahin hab ich ebenso jetzt schon die Liebe verdient, die ich mir versprechen würde, wenn ich abnehme, dies oder das mache. Liebe, insbesondere die zu sich selbst, sollte bedingungslos sein!

Hört auf, andere schlecht zu machen!

Ich hab früher oft zu hören bekommen, dass ich fett sei. Dass ich zu viel fresse. Ich wäre faul. Könnte nichts allein. Irgendwann hab ich angefangen, all das zu glauben und es auch über mich selbst zu sagen. Es hat mich vergiftet. Aber als ich das dann begriffen habe und wie weh ich mir selbst damit tue, habe ich beschlossen, damit aufzuhören! Und ich habe auch den Menschen (mehr mir nahe stehende Personen, als ihr vermutet), die mir das gesagt haben, mitgeteilt, dass ich das nicht mehr hören möchte. Sie versuchen es immer noch, aber ich blocke es ab. Stattdessen habe ich angefangen, positiv mit mir zu sprechen. Ich bin gut so, wie ich bin. Und ich habe so viel Potenzial, um in Zukunft zu wachsen und noch besser zu werden! Ich bin erst am Anfang meines Weges angekommen. Also statt mich runter putzen zu wollen und fertig zu machen, möchte ich unterstützt und bestärkt werden. Ich kann diesen Weg gehen! Und zwar auf meine Weise. Man muss mir nur vertrauen und mich auffangen, wenn ich doch mal stolpern sollte. Das sollten wir alle bei unseren Mitmenschen. Dabei entsteht viel mehr positives!

Handelt aus Liebe. Nicht aus Hass und Missgunst. Die Welt könnte ein viel entspannterer und schönerer Ort sein, wenn wir es nur zulassen.

3 Kommentare zu „Mein Kampf gegen inneres Bodyshaming

  1. Wow.. Ich bin immernoch geflasht von deinen Worten. Die sind so wunderschön und treffend gewählt! Hat mich echt berührt. Vorallem der Part, dass man sich schon am Anfang vom Weg zu lieben lernen sollte, was finde ich eine ausschlaggebende Grundvoraussetzung ist für das Erreichen von Zielen. Wie man schon immer so schön sagt, der Weg ist das Ziel.

    Ich hab auch oft mit meinem Gewicht zu kämpfen gehabt und meinen Körper ganz schlimm gehasst. Viele Gründe dafür waren tatsächlich simpel, nämlich dass ich z. B. andere Körpertypen als meinen für viel schöner empfunden habe & bis jetzt noch finde, oder dass ich viel auf Blicke und Aussagen von meinem Umfeld, oder auch auf das Essverhalten anderer geachtet habe.
    Ich habe aber gemerkt, dass es viel schöner ist und viel mehr bringt, für sich und andere, wenn man erstmal anfängt, sein Inneres zu verschönern, z. B. indem man mehr auf seine Mitmenschen eingeht, etwas Liebe Worte findet und einfach ein bisschen mehr Nettigkeiten in diese Welt verteilt. Diese Arbeit an meinem Inneren macht mich persönlich Tag für Tag glücklicher, und meine Wertschätzung gegenüber mir selber steigt auch stetig an, wodurch wiederum die Akzeptanz meines Äußeren immer größer wird.

    Aber genug von mir.. 😀 Ich finde es wirklich wunderschön, dass du sicher den Weg zu dir und der Selbstliebe findest und finde es durchgehend beeindruckend, wie du andere deine Erfahrungen damit schilderst und total damit ermutigst. Danke dafür. 🙂

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    1. Hallo Lisa,
      vielen lieben Dank für diese lieben Worte! Es freut mich sehr, dass mein Beitrag dir so gut gefallen hat. Er hat seit Wochen in mir geschmort und endlich wollte ich ihn in die Welt nach draußen schicken. Ja, die Selbstliebe vor der Veränderung ist wirklich eine Grundvoraussetzung. Das unterschätzen viele immer.

      Ich danke dir, dass du mir deine Geschichte ebenfalls anvertraut hast und hoffe, dass dein Weg dich dorthin bringt, wo du hin möchtest. Und ja, ich hab auch festgestellt, dass vieles leichter ist, wenn man selbst aus Liebe handelt. Liebe zu sich selbst, aber auch zu anderen berührt die Menschen und oft stelle ich fest, dass es manche Leute sanfter werden lässt. Ich bin mir sicher, dass die Welt schöner wird, wenn wir alle liebevoller mit uns selbst umgehen!

      Immer wieder gern. Ich berichte zu gern von meinem Weg, denn ich hoffe, dass es andere ermutigt, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Durch Unterstützung können wir noch mehr wachsen und daher hoffe ich, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen!

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