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Rezension: Mitra: Magische Verwandlungen von Björn Beermann

Hallo ihr Lieben!

Nach langer Zeit der Abwesenheit habe ich endlich wieder eine Rezension für euch. Es geht um das Buch Mitra: Magische Verwandlungen von Björn Beermann, das am 26. Juni 2019 bei Tredition erschienen ist. Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt:

Achtung, Spoilerwarnung!

Die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier *klick*.

Klappentext:

(In diesem Fall Spoiler-Warnung, ich finde, er verrät zu viel):

Im zweiten Teil der Mitra-Trilogie fügt sich die junge Heldin ihrem magischen Schicksal. Sie wird mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, wem sie eigentlich vertrauen kann. Mitras Freundin Aggy kann nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem Luftvolk in die Zukunft sehen. Sie warnt Mitra vor Anton. Mitra muss sich nun der Frage stellen, ob der smarte junge Mann mehr als nur ihr Freund ist. Außerdem glaubt ihr der Rat der Völker nicht, dass vom vermeintlich besiegten ursprünglichen Feuervolk immer noch Gefahr für die Erde ausgeht. Sie geben Mitra sieben Tage Zeit, ihre Behauptungen zu beweisen.

Gerade, als Mitra nicht mehr weiterweiß, erhält sie neue Fähigkeiten, die sie fliegen und ihre Gestalt verändern lassen. Fähigkeiten, die eigentlich den anderen Völkern vorbehalten sind. Dies facht das Misstrauen des Rates weiter an, der Mitras Volk für den großen Brand verantwortlich macht, der 1842 die Hamburger Altstadt vernichtete. Auch Mitras Vater taucht pünktlich zu ihrem Geburtstag auf und bringt ihr ohnehin aufregendes Leben noch mehr durcheinander. Vor allem, da er zur Oma Mildred und zu ihrer Tante Minerva ein gespanntes Verhältnis hat. Ausgerechnet auf Mitras Feier spitzt sich die Situation zu: Sie streitet mit Aggy, trennt sich von Anton und verletzt ihren Vater schwer. Mitra muss nun ihre magischen Kräfte bündeln, um die Wogen zu glätten und am Ende bei der großen Ratssitzung alle Völker zu vereinen.

Textquelle: Tredition

Design:

Das Cover zu Mitra: Magische Verwandlungen von Björn Beermann

Das Cover ist wieder sehr verspielt und wirkt auch ein wenig magisch, was gut zur Geschichte passt. Viele Elemente, die in der Geschichte auftauchen, sind zu sehen. Ich mag die Farbe auch ganz gern, sie hat was fröhliches. Leider beißt sie sich aber ein wenig mit der Farbe des Titels, oder zumindest wirkt es so, denn die Ränder des Titels sind leider sehr unsauber. Ich würde da ein wenig mehr drauf achten, denn so leidet leider die Qualität. Auch die Farbkombination könnte man verbessern, möglicherweise mit einem Blau mit weniger Rotanteilen.

Das Layout im Inneren ist sehr schlicht gehalten. Was mir auch hier auffällt: Die Texte stehen nicht auf denselben Linien. Das heißt, die Vorder- und Rückseite einer Seite passen nicht exakt aufeinander, wenn der Text durchschimmert, was mich ein klein wenig stört.

Außerdem bemerkt man, dass harte Trennstriche eingefügt wurden. Sie stören doch einige Male den Lesefluss. Bedingte Trennstriche können hier Abhilfe schaffen.

Was ich aber gut finde, ist die Kapitelüberschrift in der Kopfzeile jeder Seite.

Beweise für das ursprüngliche Feuervolk und Liebeschaos

Die Völker glauben nicht an die Gefahr, die das ursprüngliche Feuervolk darstellt und wollen Beweise. Eine rätselhafte Prophezeiung stellt Mitras Vertrauen und ihre Pläne in Frage. Und dazu entwickelt Mitra neue Fähigkeiten, die es ihr schwerer machen, Vertrauen aufzubauen oder Normalität vorzugeben. Und dazu kommt die aufkeimende Beziehung zu Anton, die ebenfalls einige Schwierigkeiten erwartet. Es geht turbulent weiter im zweiten Band.

Mitras recht nüchterne Sicht der Dinge

Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, konzentriert sich aber ausschließlich auf Mitras Sicht. So erleben wir teilweise ihre Gefühle. Manchmal werden diese aber ein wenig zu kurz aufgeführt bzw. nicht so detailliert beschrieben, was ich immer ein wenig schade finde. Ich würde mich wünschen, dass öfters ein wenig drauf eingegangen und es noch ein bisschen ausführlicher beschrieben wird.

Die Ereignisse werden ausschließlich in der Vergangenheit erzählt und das linear, also in genau der Reihenfolge, wie sie passieren.

Kaum Gefühl für Wendungen

Der Plot ist an vielen Stellen recht vorhersehbar. Für mich sind nur an wenigen Stellen unvorhergesehene Dinge passiert, diese hab ich dafür umso besser gefunden und genossen.

Leider wurden manche Situationen auch zu knapp aufgebaut, bevor sie wieder aufgelöst wurden. So hat es oft ein wenig holprig und erzwungen gewirkt oder war für mich nur schwer nachvollziehbar, wieso das nun passiert. Und die Spannung war so oft auchfutsch. An der Stelle würde ich mir mehr Gefühl und ausführlichere Erzählungen wünschen.

Mitras Entwicklung als Naturverbundene

Wie wir aus dem ersten Band wissen, ist Mitra die Naturverbundene. In diesem Band entdeckt sie an sich neue und sehr beeindruckende Fähigkeiten und ich muss sagen, dass diese mir wirklich gefallen haben. Generell finde ich die Idee hinter dem Buch sehr schön.

Charakterlich finde eher wenig Entwicklung statt. Sie hadert immer noch mit einigen Dingen und muss auch einige Rückschläge wegstecken, wobei ich ihre Reaktionen manchmal nicht ganz nachvollziehen kann. An manchen Stellen fehlt mir auch ein wenig Tiefe, was ich aber an den meisten Charakteren kritisieren kann.

Aggy und die Überraschung

Dafür ist Aggy ein gutes Beispiel für einen klasse Charakter mit Tiefe! Sie entwickelt ebenfalls neue Fähigkeiten und es wird klar, dass bei ihr nicht nur alles eitler Sonnenschein ist. Wir erfahren schwere Familienhintergründe. Außerdem ist sie weiterhin treu an Mitras Seite, wobei es auch hier die eine oder andere Herausforderung gibt. Aggy überzeugt einfach weiterhin mit ihrem sonnigen Gemüt, ihrer ansteckenden Begeisterungsfähigkeit und ihrer grenzenlosen Loyalität.

Farblosigkeit der Nebenfiguren

Ebenso wie Mitra fehlt es auch den meisten anderen Charakteren an Tiefe. So besteht Anton gefühlt nur aus sexy Muskeln, was mich bereits bei der zweiten Erwähnung schon wahnsinnig genervt hat. Minerva reagiert manchmal ohne Grund schnippisch und generell sind mir viele Charaktere zu sehr auf einen Stereotypen festgelegt. Da herrscht kaum Abwechslung, keine Überraschung oder Abweichung von der Charakterisierung. Ich finde das schade, denn so bleiben sie blass und farblos. Wenn sie ein wenig ausführlicher wären und die Charaktere die Chance hätten, nicht immer so vorhersehbar zu reagieren, würde es richtig richtig gut werden.

Fazit:

Mitra ist ein unterhaltsames Jugendbuch für zwischendurch. Man merkt am zweiten Teil, wie der Autor sich weiterentwickelt hat, aber ich sehe trotzdem noch viel Verbesserungspotential. Trotz aller Kritik hat mir dieser Band deutlich mehr Spaß gemacht als der Erste und ich denke, dass Björn Beermann sich noch weiter steigern kann, wenn er sich von Stereotypen löst, den Charakteren mehr Tiefe einhaucht und sich traut, ein wenig mehr Zeit und Ausformulierungen in manche Situationen zu bringen.

Ich bin auf den dritten Teil der Reihe gespannt und wie Björn sich weiter entwickelt. Das Buch bekommt von mir 4 von 10 Punkte!

Nochmal ein herzliches Dankeschön an Björn Beermann für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Es war mir eine Freude, erneut mit dir zusammenarbeiten zu dürfen.

Weitere Informationen zu diesem Buch:

  • Seitenzahl: 296 Seiten
  • Autor: Björn Beermann
  • Verlag: Selfpublishing (Tredition)
  • ISBN:   978-3-7497-0146-9
  • Preis: 13,99 € (Taschenbuch), 3,50 € (eBook), 21,99 € (Hardcover)
  • Gelesenes Format: Taschenbuch (Rezensionsexemplar)
  • Lesedauer: 6 Stunden 05 Minuten und 50 Sekunden
  • Gelesene Tage: 16 Tage
  • Gelesene Seiten pro Tag durchschnittlich: 18,5 Seiten

Über den Autor:

Björn Beermann lebt in Hamburg in seiner kunterbunten und etwas chaotischen Welt und versucht mit wachsendem Erfolg dieses Chaos mit Hilfe der Kreativität zu bändigen.
Am liebsten schreibt er in Cafes bei mehreren Kaffees, während er die Menschen beobachtet, oder nach einem Spaziergang im Stadtpark an seinem heimischen Laptop. Hier kann er sich dann auch leidenschaftlichen Diskussionen mit seinen Figuren hingeben, ohne dabei schräg angeschaut zu werden.

Text- und Bildquelle: Tredition-Autorenseite

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2 Kommentare zu „Rezension: Mitra: Magische Verwandlungen von Björn Beermann

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