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Blogparade: 10 Gewohnheiten, die mich als Bücherwurm ausmachen

Hallo ihr Lieben,

gerade eben habe ich eine Blogparade in einer Facebook-Gruppe entdeckt. In der Parade von Unendliche Geschichte sollen wir verraten, welche Lesegewohnheiten uns als Bücherwurm ausmachen. Also verrate ich euch heute 10 Dinge, die mich ausmachen.

2018-07-26-10-25-279129407768405992391.jpg1) Ich muss immer erst ein Kapitel zu Ende lesen, bevor ich das Buch weglegen kann.

Kennt ihr das auch auch? Man sitzt in der Mittagspause und der Glockenturm schlägt die volle Stunde – das Ende der Mittagspause. Aber man hat immer noch einige Seiten bis zum nächsten Kapitel und die Handlung ist gerade so fesselnd. Wie soll man da das Buch nur aus der Hand legen? Ein Ding der Unmöglichkeit!

So geht es mir sehr häufig. Lege ich ein Buch mitten im Kapitel weg, fühlt es sich falsch an, unbefriedigend und ich kann mich kaum auf die bevorstehende Aufgabe konzentrieren. Meine Gedanken kehren immer wieder zu den gelesenen Szenen zurück, spinnen die Geschichte weiter und in meinen Fingern zuckt die Versuchung, das Buch wieder herauszuholen und das Kapitel zu Ende zu lesen.

2018-06-14-13-18-151636664925.jpg2) Ich lese in jeder freien Minute.

Im Wartezimmer beim Arzt, in jeder Pause, zuhause bei einer Tasse Tee – eigentlich lese ich wirklich die meiste Zeit. Ich liebe es, in diese fremden und zugleich vertrauten Welten abzutauchen, mal ein wenig von der Realität abzuschalten und mich zu entspannen. Sobald ich auf etwas (allein) warten muss, hole ich mein Buch heraus und stecke meine Nase hinein. Wartezeit vergeht schneller, ich komme zwischendurch zu Atem und meine Fantasie bekommt neues Futter, bis ich wieder zum Lesen komme. Manchmal träume ich dann auch von den gelesenen Geschichten.

3) Ich habe immer ein Buch mit dabei.

In meiner Handtasche findet man viele Dinge, die ich eigentlich immer dabei habe. Meinen Geldbeutel, mein Handy, Schmerztabletten, Brillenputztücher, meinen Schlüssel – und eben auch mein aktuelles Buch/meinen Kindle. Sobald sich dann eine Möglichkeit bietet, lese ich. Und selbst, wenn ich nicht zum Lesen komme, solange ich mein Buch bei mir habe, fühle ich mich für alle Eventualitäten gewappnet. Dann bin ich für mögliche Wartezeiten vorbereitet und kann entspannt in den neuen Tag gehen.

4) Beim Autofahren höre ich meist eher Hörbücher statt Musik.

Mein Auto habe ich nun seit genau einem Jahr – und seitdem höre ich fleißig Hörbücher bei fast jeder Autofahrt. Ich fahre täglich eine Stunde zur Arbeit, da bietet es sich also an. Es entspannt mich, lässt die langen Fahrten nicht langweilig oder zu lang erscheinen und hält meine Konzentration aufrecht. Natürlich höre ich manchmal auch Musik – meist dann, wenn ich merke, dass ich mich auf ein Hörbuch grade nicht konzentrieren kann oder wenn ich schlicht und ergreifend Lust auf Musik habe.

Aber ein Hörbuch habe ich eigentlich auch immer parat. Und wenn ich gerade keins kaufen kann, höre ich eins, das ich bereits mal gehört habe. Auch so gibt es einige Hörbücher, die ich gern immer wieder höre. Aber die verrate ich in einem anderen Beitrag.

5) Ich kaufe ältere Bücher lieber gebraucht.

Nicht, weil ich neue Bücher nicht mag, aber ich spare gern ein wenig Geld und möchte auch ungeliebten oder nicht gewollten Büchern ein Zuhause bieten. Und gerade, wenn der Erscheinungstermin schon viele Jahre zurückliegt, mache ich das gern. In meinem Regal stehen ebenso viele gebrauchte Bücher oder Mängelexemplare wie neue Bücher und ich freue mich immer, wenn ich merke, dass der Zustand noch gut ist. Kleinere Mängel übersehe ich dabei auch gern. Und oft haben diese Bücher ein ganz eigenes Gefühl beim Lesen als neue Bücher.  Kauft ihr gern gebrauchte Bücher? Oder muss jedes Buch neu und unberührt sein?

19944331_930525040419672_5560482526743319861_o6) Bei schön gestalteten Büchern mit düsteren und spannenden Klappentexten werde ich schwach.

Ich habe einen Faible für düstere Geschichten. Und wenn dann noch das Cover mystisch, schön und geheimnisvoll wirkt, umso besser. Dann kann ich nicht anders, als zuzugreifen. Das passiert zum Glück nicht allzu oft, denn Spontankäufe kann ich mir (im Augenblick zumindest) nicht leisten.

Meist sind diese Geschichten aber aus dem Genre Dark Fantasy oder düstere Märchenadaptionen. Gerade bei letzterem springt mein Herz vor Freude beinahe aus meiner Brust heraus. Diese Geschichten sauge ich beim Lesen dann auch in mich auf wie ein Schwamm das Wasser. Ich liebe es! Bei welchen Büchern werdet ihr sofort schwach?

7) Manchmal lese ich den letzten Satz.

Manchmal, wenn die Spannung unerträglich wird und ich ungeduldig werde, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht, ob alle überleben, die liebenden sich wieder finden oder das Böse besiegt wird, dann lese ich den letzten Satz. Oft lese ich dabei dann etwas, das mich noch mehr dazu antreibt, weiter zu lesen und die Spannung auszuhalten. Nur selten werde ich dann enttäuscht. Es ist komisch, aber ich brauche das zwischendurch einfach, um wieder atmen zu können. Danach versuche ich dann herauszufinden, was es mit diesem letzten Satz auf sich hat. Es treibt meine Fantasie weiter an und ich grübele lange darüber, wenn ich nicht zum Lesen komme. Meist packt mich dann das komplette Lesefieber und ich verschlinge das Buch in kürzester Zeit. Liest von euch jemand auch den letzten Satz, bevor er überhaupt am Ende ist oder lasst ihr euch lieber überraschen?

8) Ich schaffe es nur selten, eine Nacht durchzulesen.

Wie oft lese ich von anderen Bloggern, dass eine Nacht mal wieder zu kurz wurde, weil ein Buch sie bis in die frühen Morgenstunden gefesselt hat. Mir passiert sowas leider nur sehr selten. Selbst wenn das Buch unglaublich spannend ist – irgendwann schlafe ich vor Erschöpfung mit dem Buch oder dem Kindle in der Hand ein. Nicht selten ruht mein Kopf dann auf den Seiten und ich erwache mit Seitenabdrücken im Gesicht und kompletter Ahnungslosigkeit, wann ich eigentlich eingeschlafen bin.

Die Bücher, die mich eine Nacht lang wach gehalten haben, kann ich an einer Hand abzählen. Hm, wieder eine Beitragsidee, haha. Und wenn das passiert, dann bereue ich es auch nicht, obwohl mir sonst mein Schlaf eigentlich sehr wichtig ist. Ich kriege davon eh schon viel zu wenig, daher ist er für mich einfach nur kostbar.

2018-08-15-00-32-366666940987057448770.jpg9) Bei berührenden Büchern weine ich eigentlich immer.

Ein sympathischer Charakter stirbt. Ein Reittier wird von Soldaten übermannt. Oder der Geliebte trennt sich von der Heldin, weil sie sich verdammt nochmal nicht aussprechen. Schmerz und Traurigkeit überschwemmen mich meist sofort, wenn in Büchern traurige Themen angesprochen und behandelt werden. Es geht gar nicht anders. Mit tränennassem Blick blättere ich nächste Seite, schnäuze ein Taschentuch nach dem anderen voll und schluchze leise vor mich hin. Manchmal muss ich ein paar Mal blinzeln, um wieder scharf sehen zu können, weil die Tränen meinen Blick verschleiern. Für manche ist das albern, für mich macht das aber unter anderem ein richtig gutes Buch aus. Sobald es ins Herz geht, fühle ich, dass die Geschichte mich komplett überzeugt hat. Und ich bin nun mal nah am Wasser gebaut, das gehört schon immer zu mir. Warum also sollte ich mich dagegen wehren, es ablehnen? Hand auf’s Herz – Wer von euch weint auch regelmäßig bei Büchern? Oder bei Filmen, Liedern, Serien oder gar Videospielen?

2018-06-04-19-28-302111778713.jpg10) Eine Zeit lang konnte ich parallel lesen.

Als ich viel Zeit zum Lesen hatte, hab ich es erfolgreich geschafft, parallel zu lesen. Ich hatte jedes Buch in Abschnitte eingeteilt und dann immer einen Abschnitt beendet, bevor ich das nächste Buch nahm. So hab ich zwischen drei Büchern durchgewechselt, bis ich im Juli gemerkt habe, dass ich gar nicht mehr voran kam – was aber mehr am Zeitmangel lag. Nun lese ich wieder ein Buch nach dem anderen, aber ich kann nicht ausschließen, dass ich nicht irgendwann wieder damit anfange, parallel zu lesen, denn es hat auch sehr viel Spaß gemacht. Lest ihr parallel oder lieber ein Buch nach dem anderen?

Wenn die Blogparade euch gefällt, dann nehmt doch ebenfalls teil und schickt den Link bis zum 30.09.2018 an Unendliche Geschichte! Es müssen auch keine 10 Gewohnheiten sein, wie bei mir. Ich bedanke mich auf jeden Fall bei Johnni von Unendliche Geschichte für diese tolle Idee. Es hat großen Spaß gemacht, diesen Beitrag zu verfassen.

9 Kommentare zu „Blogparade: 10 Gewohnheiten, die mich als Bücherwurm ausmachen

  1. Hei Denise!

    Ein toller Beitrag! In vielen deiner Punkte konnte ich mich selbst ein Stück weit wieder erkennen, besonders in Punkt 7 🙂 Auch ich kann die Spannung meist nicht ertragen und so kommt es, dass ich das Ende oftmals zuerst lese 😀

    Liebe Grüße
    Kim

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  2. Guten Morgen,
    Nr. 7 -> jaaaa, endlich jemand, der mich versteht. Ich kann nur jedes Wort, dass du da geschrieben hast, auch unterschreiben. Manchmal wird die Spannung so groß, dass ich lieber zuerst das Ende lese, dann kann ich danach in Ruhe weiterlesen. Ich merke, dass ich, wenn ich mcich zwinge, das Ende nicht vorweg zu lesen, anfange Seiten nur noch quer zu lesen oder zu überspringen, da ich unbedingt zum Ende kommen will. Lese ich dann das Ende zuerst, dann geht es wieder etwas ruhiger weiter. Ich mache das selbst bei Thrillern und mich stört es absolut nicht, wenn ich dann schon weiß, wer der Mörder ist.
    Mir hat mal jemand bei Twitter geschrieben, dass das „nicht der Sinn von lesen“ sei. Auf die Frage, wie sie das denn für mich bestimmen will, was der Sinn ist, habe ich nie eine Antwort bekommen.
    LG
    Yvonne

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    1. Guten Morgen,
      Ja, genau das ist es. 😀 Da ist es einfach so spannend, dass man unruhig wird. danach klappt es einfach wirklich wieder besser. Aber die Leute sollen uns das doch bitte machen lassen. 🙂 Das ist doch unser Ding. Wir spoilern damit ja auch niemanden, außer uns selbst. 😀

      Danke, dass du mich da verstehst. 🙂

      Liebe Grüße
      Denise

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  3. Huhu Seele,
    ich unterscheide mich da tatsächlich in einigen Punkten. 😀 Ich höre einfach auf zu lesen, wenn ich zu müde bin oder so, egal wo im Buch ich grad bin und ich lese auch nicht in jeder freien Minute, sondern nur, wenn mir wirklich danach ist. XD
    Dafür hab ich aber auch immer ein Buch dabei, selbst wenn ich dann gar keine Zeit zum lesen habe. 😀
    Als ich noch ein Auto hatte, hab ich auf der Fahrt auch gerne Hörbücher gehört, allerdings hat mich das oft auch abgelenkt…
    Ich hab noch nie eine Nacht durchgelesen. O.o Dafür werde ich viel zu schnell viel zu müde und mir macht lesen auch keinen Spaß, wenn ich mich zwingen muss, die Augen offen zu halten bzw. ich schaffe es dann nicht mehr, aufzupassen. XD Dafür lese ich eigentlich immer 2-3 Bücher parallel, allerdings nicht eingeteilt, sondern je nach Laune. 🙂
    Vielleicht magst du ja auch bei meinem Beitrag zur Blogparade reinschauen. 🙂
    LG Alica

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    1. Hallo Alica,
      Bei mir kommt es auch vor, dass ich einfach irgendwo aufhöre, wenn ich müde bin. Bei meinem Punkt meinte ich aber z
      B. während der Mittagspause oder nach der Arbeit oder so. Wenn ich arg müde bin, Klappe ich das Buch schon gar nicht mehr auf.
      Mir ist immer nach lesen. 🙂
      Ich kriege eher nichts mehr mit vom Hörbuch, als mich davon ablenken zu lassen. 🙂 Das ärgert mich dann oft, weil ich dann Zurückspulen muss.
      Naja, wenn man eine Nacht durchliest, dann ist man nicht so müde. Dann ist es kein Zwang, die Augen offen zu halten, sondern der Zwang, unbedingt wissen zu wollen, was da jetzt los ist. Und dann kommt man auch nicht zur Ruhe. Aber wie gesagt, das passiert mir nur sehr sehe selten. Ich schlafe eher vorher ein, weil ich doch zu erschöpft von.

      Ja, später schau ich mal vorbei. Wenn du mir den Link zukommen lässt. 🙂

      Liebe Grüße
      Denise

      Gefällt mir

  4. Hey!
    Ein richtig toller Beitrag 🙂
    Bei manchen Punkten kann ich dir zustimmen, bei manchen nicht, zB bei dem letzten Satz lesen 😀 Das würde ich NIEMALS tun haha. Manchmal springt mein Auge versehentlich beim Lesen schon zur anderen Seite, oder zum Ende der Seite, die halte ich dann sogar schon immer mit der Hand zu.
    Ich kann ganz gut parallel lesen, meistens habe ich da ganz verschiedene Titel auf dem Stapel, zB ein New Adult, ein Fantasy Buch, einen Comic, ein Manga.. das geht ganz gut.
    Ich lese selten Nächte durch, ich bin auch irgendwann einfach zu müde. Wirklich zum Weinen bringen mich Bücher ganz selten. Filme schon eher, aber da gehört echt einiges zu. Mich berühren manche Aspekte sehr, aber ich weine dann scheinbar nur innerlich haha.
    Ältere Bücher kaufe ich auch gern gebraucht, aber nur im sehr guten Zustand, wo ich auch meistens Glück mit hatte. Ebenso Comics und Manga, zumal die ja für die Lesezeit oft gar nicht mal so günstig sind..

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu,
      dankeschön!
      Hihi, ich mach das nicht immer. Bei eBooks z.B. ist mir das zu anstrengend, haha. Und gute Maßnahme! Ich blätter manchmal nur durch um zu sehen, wie lange das Kapitel noch geht, falls ich gleich unterbrechen muss. Aber ansonsten spoiler ich mich selbst auch nicht.
      Das ist gut. 🙂 Ich bin jetzt auch wieder dabei, in das Parallellesen zurück zu finden. Und einen Manga lese ich ja eh immer morgens.
      Ah, dann bin ich ja nicht alleine damit. 😀
      Ach, ich bin einfach sehr sehr sensibel, deswegen heule ich recht schnell. Aber das ist okay. So ist jeder eben anders.
      Ja, da hatte ich bisher auch fast immer Glück. Und ja, gerade ältere Mangas kaufe ich nur gebraucht. Einfach, um Geld zu sparen. Da kommt der Schwabe in mir durch. *pfeif*

      Liebe Grüße
      Denise

      Gefällt 1 Person

      1. Ich gucke auch oft, wie lange das Kapitel noch geht. Dabei finde ich so mega lange Kapitel manchmal ein wenig demotivierend. 😀 Das könnte ich dann bei meinen Lesegewohnheiten erzählen haha.
        Eben, es macht ja auch nichts, wenn man sensibel ist 🙂 Ich glaube ich bin durch meinen Job etwas abgehärtet. Ich finde viele Dinge krass und schockierend, aber gehe da eher pragmatisch mit um.
        Ach, ich spare aber auch sehr gerne beim Buchkauf 🙂

        Gefällt 1 Person

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