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Rezension: Die Hexenwald-Chroniken: Rosen und Knochen von Christian Handel

Hallo ihr Lieben!

Na, wie war euer langes Osternwochenende? Habt ihr Zeit mit eurer Familie verbracht? Ich war bei meinem Freund und wir haben ein wenig Zweisamkeit genossen.

Heute gibt es aber die Rezension zu Rosen und Knochen von Christian Handel für euch. Das Buch erschien am 06. September 2017 beim Drachenmond Verlag.

2018-03-20-10-58-14-1211635745.jpgKlappentext:

„Fürchtest du dich, bei Mondschein das Grab einer Hexe zu betreten?“

Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose durch die Lande. Sie bekämpfen Trolle, retten Jungfrauen vor Wassermännern und vertreiben Kobolde aus Mühlen und Bauernhäusern.
Als sie von den Bewohnern eines kleinen Dorfs angeheuert werden, den spukenden Geist einer Hexe unschädlich zu machen, geraten sie allerdings in ein alptraumhaftes Abenteuer, das sie an ihre Grenzen führt. Und das ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt, das eine von ihnen vor der anderen gern für immer verborgen hätte …

Design:

51GoDuIrzAL._SX350_BO1,204,203,200_Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön. Der äußere Rand wird von Dornen, Wolken und Nadelbäumen geschmückt. Einzelne Rosenblätter zieren das Cover und den Titel. Der Titel befindet sich in der oberen Hälfte und ist in einer silbern-metallisch wirkenden Serifenschrift gehalten. Direkt darunter befindet sich der Untertitel in kleinerer Schrift. Ab der Mitte bis zur unteren Hälfte befindet sich das Bild einer Wiese und einer Hütte im Nebel. Zwei Frauen in langen Umhängen bewegen sich darauf zu. Die eine hat braune, die andere rote Haare. Die Braunhaarige scheint sich zum Betrachter zuzuwenden. Direkt unter den beiden Frauen steht der Name des Autors und des Verlags.

Das Cover wirkt düster und dennoch märchenhaft. Es hat eine mysteriöse Note, die mich von Anfang an fasziniert hat. Die Personen auf den Covern kommen meinen Vorstellungen von Muireann und Rose sehr nahe. Es gibt die Stimmung der Geschichte auf sehr eindrucksvolle Art und Weise wieder. Es passt wirklich toll dazu und ist einfach nur schön.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit damit, dass sich die beiden Dämonenjägerinnen auf den Weg zur Hütte machen, in der scheinbar eine gefährliche Hexe leben soll. Geisterkinder weisen ihnen den Weg. Das Ganze ist ihnen nicht geheuer. Und als sie dann auf die Waldlichtung treten, sehen sie zwar keine Hexe, aber dennoch scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Nach und nach erkunden sie, was dort geschehen ist und erfahren dabei mehr, als ihnen lieb ist – auch über eine der beiden Jägerinnen.

Die Geschichte hat einen wirklich spannenden und düsteren Anfang, was mir aber gleich sehr gefallen hat. Ich liebe düstere Märchenadaptionen und hier kam ich wirklich voll und ganz auf meine Kosten. An gruseligen Momenten wird nicht gespart. Diese wechseln sich mit Augenblicke voller Liebe, Witz oder reiner Spannung ab. So steht die Liebe zwischen Muireann und Rose auch immer wieder mal im Fokus, ohne zu aufdringlich zu werden oder die komplette Geschichte einzunehmen. Sie wird auf sanfte Art und Weise eingeflochten und beeinflusst so die Handlung kaum. Dadurch bekommt das Märchen trotz des mittelalterlich anmutenden Handlungsort eine moderne Note, die meiner Meinung nach gut reinpasst.

Das Geschehen wird aus der Sicht von Muireann erzählt. Wir bekommen so einen guten Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und Erinnerungen und lernen sie besser kennen. Auch Rose lernen wir gut kennen. Wir sehen sie allerdings nur durch die Augen von Muireann, was ich aber nicht schlecht finde. Beide sind vom Charakter her sehr unterschiedlich und ergänzen sich auf eine sehr angenehme Art und Weise. Während Muireann eher ruhig und besonnen wirkt, scheint Rose viel Temperament zu besitzen, das auch mal gern mit ihr durchgeht. An Mut fehlt es aber keiner von beiden und so wagen sie sich in Ecken vor, bei denen ich sofort umgekehrt und gesagt hätte, dass mich die Auftraggeber gern kreuzweise können. (Dunkle Dachboden und Keller? Nein, danke! Da passe ich!) Beide Frauen sind sehr stark, was mir gut gefällt.

Zwei bekannte Märchen wurden in diese Geschichte eingeflochten: Während die beiden Protagonistinnen von Schneeweißchen und Rosenrot inspiriert sind, stammt die Geschichte um die Hexe und die Geisterkinder von Hänsel und Gretel. Christian Handel hat es dabei geschafft, etwas so Altbekanntes in etwas völlig Neues zu formen. Dabei ist eine wirklich tolle, spannende und düstere Märchenadaption entstanden, die Fans von düsteren Märchengeschichten begeistern dürfte.

Allerdings fand ich die Geschichte ein wenig zu kurz. Ich hätte mir gern mehr vorher gewünscht. Wie die beiden Frauen so ihr Geld verdienen, wie sie in das Dorf kamen und den Auftrag angenommen haben etc. All das hat mir persönlich leider gefehlt und so wirkte der Einstieg ein wenig holprig. Auch war die Geschichte viel zu schnell vorbei, leider. Meiner Meinung nach hätten 100 oder 200 Seiten mehr und dafür hier und da ein wenig mehr Hintergrundgeschichte nicht geschadet. Ich wünsche mir, dass das nicht die letzte Geschichte zu Muireann und Rose war und uns beim nächsten Mal mehr erwartet.

Im hinteren Teil des Buches befanden sich auch sehr interessante Gedankengänge und Ausführungen über Grimms Märchen von Christian Handel, sowie eine schön-schaurige Kurzgeschichte. Beides hat mich auch sehr fasziniert.

Fazit:

Die Geschichte war zwar kurz, aber dennoch kam ich voll auf meine Kosten, was düstere Märchenadaptionen betrifft. Christian Handel hat bekannte Märchen in eine völlig neue und tolle Geschichte gewandelt. Sie war spannend, ein wenig gruselig und einfach märchenhaft. Daher bekommt sie 8 von 10 Punkte von mir!

Ich danke dem Drachenmond Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seitenanzahl: 200 Seiten
  • Preis: 12,00 € als Softcover, 3,99 € als eBook
  • ISBN: 978-3-95991-512-0

Über den Autor:

Christian-Handel-c-privat-203x300Christian Handel wurde in der Schneewittchen-Stadt Lohr am Main geboren, die im sagenumwobenen Spessart liegt. Inzwischen lebt er allerdings in Berlin und ist selbst davon überrascht, wie sehr er sich als Landpflanze im Großstadtdschungel wohl fühlt.
Er begeistert sich für Stoffe über starke Frauen, märchenhafte Motive und queere Themen. Außerdem ist er einer der größten Buffy-Nerds überhaupt.
Sein Debut ROSEN & KNOCHEN bezeichnet es selbst gern als „dunkles Märchen“.

Mehr über Christian:
https://www.facebook.com/ChristianHandelAutor
http://www.fantasy-news.com/
https://www.instagram.com/christian.handel/

Quelle: Drachenmond-Autorenseite

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3 Kommentare zu „Rezension: Die Hexenwald-Chroniken: Rosen und Knochen von Christian Handel

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