Rezensionen

Rezension: Liebe kennt kein Hitzefrei

Hallo ihr Lieben,

mit einiger Verspätung rezensiere ich heute „Liebe kennt kein Hitzefrei“ von Liane Mars! Dieser Roman erschien am 15.06.2017 bei books2read!

Erst einmal, warum eigentlich die Verspätung und warum war es so still?

Der Autokauf und einiges an privatem Stress haben mich komplett vereinnahmt. Mein Kopf war voll mit Unterlagen, die ich unterschreiben muss und Dinge, die ich organisieren und erledigen musste. Für den Blog war dabei einfach kein Platz. Nun ist aber alles erledigt, ich genieße meinen Urlaub und jetzt kann ich wieder für euch da sein!

Also legen wir los!

Klappentext:

Was haben kleine Hunde, Verbrecher und die Liebe gemeinsam? Richtig, sie alle nehmen Reißaus, wenn es brenzlig wird. Das muss auch Lexi feststellen, als ihr der äußerst gut aussehende Alex an einem heißen Sommertag quasi vor die Füße fällt. Das Timing könnte schlechter nicht sein, denn Lexi hat gerade wahrlich andere Sorgen. In ihrem beschaulichen Heimatort ist ein Mord geschehen, und sie ist die einzige Zeugin. Zum Glück entpuppt sich Alex als ausgezeichneter Ermittler. Aber kann er auch rausfinden, wie man Lexis Herz erobert?

Design:

Das Cover ist wirklich süß. Der kleine Hund darauf gefällt mir sehr gut, allerdings habe ich mir Pepe, Lexis Hund, anders vorgestellt. Auch fehlt mir ein kleines bisschen der Bezug zum Krimi-Anteil der Geschichte. Das Cover ließ mich trotz Klappentext eher einen locker-flockigen Sommerroman mit großer Liebe und wenig Krimi vermuten, aber es war eigentlich eher eine gut gemischte Liebes-Krimi-Geschichte. Beide Teile kommen nämlich ziemlich gleich vor. Auch ist das ganze Thema durch Lexis und Alex‘ Vergangenheit keine leichte Lektüre. Das Cover passt für mich nicht so richtig zur Geschichte.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Joggingrunde seitens Lexi. Sie und Pepe wollten eigentlich ein wenig um das nördliche Ufer des Biggerstausees laufen, jedoch ist es zu heiß und Lexi ist nicht in Form. Auf einer Bank begegnet sie dann auch noch dem kreidebleichen Alex, dem es nochmal schlechter geht als ihr selbst. Sie versucht ihm, auf ihre verkorkste Art und Weise zu helfen und schafft ihn dann irgendwann zu seinem Auto und zu ihm nach Hause. Dort quartiert sie sich einfach gleich mit ein, um ein wenig zu versorgen.

Da sie als Reporterin beim einzigen Radiosender im Ort arbeitet, fährt sie einige Tage später an einen Tatort für einen Mord, nur um dann zu beobachten, wie vermeintliche Polizisten einen Beweis verschwinden lassen. Kurze Zeit später befindet sie sich in Gefahr. Und auch Alex begegnet ihr immer wieder, ob privat oder beruflich. Und auf eine merkwürdige Art und Weise bahnt sich mehr an. Doch beide wissen nicht, dass der jeweils andere tiefe und dunkle Geheimnisse mit sich herumtragen.

Die Geschichte wird in der dritten Person abwechselnd aus Lexis und Alex‘ Sicht erzählt, sodass wir die Gefühle und Gedanken der beiden Hauptpersonen hautnah erleben und verstehen. Auch Pepe bekommt manchmal ein wenig Rampenlicht und erheitert beim Lesen sehr. Der kleine Hund ist einfach zu trollig und die kleinen Abschnitte, in der er seine Auftritte hat, sind immer wieder besonders.

Die Geschichte bietet einige heftige Wendungen und einen sehr schönen Spannungsbogen. Es ist nur schwer durchschaubar, was es mit den Polizisten auf sich hat, wer hinter den Überfällen und Morden steckt und was mit Alex und Lexi eigentlich los ist. Immer wieder führen Brotkrumen in die Irre. Gegen Ende nehmen sowohl die Spannung beim Mordfall als auch die in der Beziehung zwischen Lexi und Alex zu und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich wollte einfach wissen, wie es ausgeht und wie sich alles aufklärt. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Lexi ist dabei anfangs absolut ängstlich, misstrauisch und hat ihre Macken. Sie haut vor allem und jedem ab, wenn es brenzlig wird, ist schwer zu durchschauen und überrascht nicht nur Alex das eine oder andere Mal. Aber sie macht im Laufe eine eindrucksvolle Entwicklung durch. Auch erfährt man ziemlich bald, was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hat. Das Ganze ist allerdings ziemlich heftig, sodass man Lexi gut verstehen kann.

Alex ist ein total sympathischer, attraktiver und lieber Kerl. Ich hätte Lexi gern mehrmals geohrfeigt, weil sie ihn nicht einfach sofort geheiratet hat, da er so toll ist. Ich war beim Lesen richtig verliebt in ihn! Auch er macht allerdings eine Entwicklung durch, die durch seine Vergangenheit und Lexis Entwicklung beeinflusst wird. Vieles kann ich durchaus nachvollziehen, aber bei manchen seiner Aktionen hätte ich ihm am liebsten eine Kopfnuss verpasst.

Beide Protagonisten haben somit ihre Momente, in denen ich am liebsten die Haare gerauft und die beiden angeschrien hätte. Absolute Frustmomente sind also vorprogrammiert, lassen die Charaktere aber glaubhaft wirken und verleihen ihnen Tiefe.

Die Nebenpersonen spielen alle eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Alle sind sie mir ans Herz gewaschen mit ihren speziellen Charakterzügen, Macken und Erscheinungen. Jeder wirkt auf eine gewisse Art lebendig und sympathisch. Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen, aber jeder trägt etwas zur Geschichte bei und keiner wirkt überflüssig oder unwichtig. Es ist eine überschaubare Anzahl und gut durchdacht. Vor allem die Oma von Alex ist einfach super gewesen und hat mir viele Lacher beschert. Geniale Frau!

Hin und wieder gab es einige Momente, in denen ich doch ein wenig die Stirn gerunzelt habe. Einige Punkte wirkten ein wenig widersprüchlich. So hieß es einmal, dass die Eltern von Alex einen Bauernhof gekauft haben, um sich so einen Traum in ihrem Ruhestand zu erfüllen, und dann plötzlich haben sie es wohl schon lange Zeit den besagten Bauernhof. Dabei können sie noch gar nicht so lange in der Rente sein. Das ließ mich ein wenig stutzig werden. Andere, für mich unlogische Punkte kann ich leider nicht nennen, ohne an dieser Stelle wichtige Teile der Geschichte zu spoilern. Aber bei Bedarf schreibe ich sie gern der Autorin.

Fazit:

Die Geschichte ist nicht unbedingt locker-flockig leicht, wird aber von einem leichten und schönen Humor begleitet, der die dunklen und traurigen Momente wunderbar abrundet. Der Leser muss sich auf einen spannenden Krimi mit einer vielseitigen und tiefgründigen Liebesgeschichte gefasst machen, die einem an vielen Stellen unter die Haut geht. Lachen und Weinen wechseln sich ab. Alex‘ Oma und Pepe lockern das Ganze zusätzlich auf und die Charaktere erobern im Sturm das Herz. Eine sehr empfehlenswerte Geschichte!
Ich gebe der Geschichte 8 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: books2read
  • Seitenzahl: 373 Seiten als Printausgabe
  • ASIN: B071Z42CFB
  • Preis: als E-Book 4,99 €

Über die Autorin:

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Liane Mars ist das Pseudonym einer sauerländischen Leseratte mit dem Hang, selbst in die Tasten zu hauen. Sie ist Jahrgang 1984, wird aber noch immer von Erwachsenen geduzt. Ihre erste Berührung mit einem Verlag hatte sie, als sie zur „Verlagskauffrau“ ausgebildet wurde – sie war allerdings der letzte Jahrgang dieses jetzt ausgestorbenen Berufszweiges. Flugs wechselte sie über den Studiengang „Medienwissenschaften“ zu den neuen Medien, dem Radio. Weil das geschriebene Wort aber immer noch ihre heimliche Leidenschaft ist, tippt sie Fantasy-Romane in ihren urzeitlichen Laptop. Derzeit lebt sie zusammen mit ihrem Mann und zwei Wellensittichen in Schwerte.

Quelle: Amazon-Autorenseite

Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde auf lovelybooks dabei sein durfte!

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