Rezension: Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman von Caroline Brinkmann

Hallo ihr Lieben,

heute rezensiere ich den Roman Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman von Caroline Brinkmann. Es erschien am 06. März 2017 bei Forever by Ullstein.

Klappentext:

Es ist aus. Aus und vorbei. Das teilt Freund Paul, jetzt Ex-Freund, Studentin Rabbit nach zwei Jahren Beziehung über Facebook mit. 48 Freunden gefällt das. Um diesen Schock zu verkraften und Paul eifersüchtig zu machen, zieht Rabbit in eine WG mit dem Computerexperten Dirk. Der neue Mitbewohner entpuppt sich jedoch als übergewichtiger Nerd, der echte Menschen ebenso sehr fürchtet wie Keime. Kurz gesagt, kein Mann, der Selfie-tauglich ist. Andere Pläne müssen her. Wozu gibt es Facebook, Twitter und YouTube? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, den Exfreund auf sich aufmerksam zu machen, oder? Zur Not kann man immer noch Katzenbilder posten. Die liebt nun wirklich jeder!

Design:

Das Cover ist durchaus passend. Es wirkt verspielt, nicht besonders ernst, wie die Geschichte, und zeigt viele wichtige Dinge aus dem Buch. So spielen Kaffee, Einhorn und natürlich das Handy wichtige Rollen, ebenso wie das Tagebuch. Mir gefällt es.

Meine Meinung:

Wir werden sofort mit der tollen Situation begrüßt, in der Paul mit Rabbit Schluss macht. Natürlich nicht persönlich, sondern über Facebook. Während sie neben ihm sitzt. Eine tränenreiche Szene folgt und Rabbit zieht zu ihren Eltern, die sie aber eigentlich auch nicht lange da haben wollen. So sucht sie sich WGs und trifft dabei auf allerlei merkwürdige Gestalten. Doch dann findet sie endlich die passende WG: Die WG von Dirk, dem Computer-Nerd. Er ist natürlich absolut seltsam und so reihen sich skurrile, lustige und teilweise auch traurige Ereignisse aneinander. Rabbit erlebt viele peinliche Situationen und man fragt sich nicht nur einmal, wie viel Pech ein Mensch haben kann.

Im Zentrum stehen dabei Rabbits Liebeskummer, das Zusammenleben mit Dirk und der soziale Medien-Konsum. Letzteres bringt einen auch über den eigenen Konsum und das eigene Verhalten zum Nachdenken, was angesichts der humorvollen Schreibweise wirklich eine Glanzleistung ist. Der ganze Humor hinterlässt nicht allzu selten einen ernsten Nachgeschmack, der mich einige Tage zum Nachdenken angeregt hat.

Auch Rabbits Entwicklung von einer Verlassenen zur würdigen Mitbewohnerin von Dirk ist beachtlich. Die ganzen Peinlichkeiten gehen nicht spurlos an ihr vorbei und so oft wie ich lachen musste, so oft tat sie mir auch leid und ich wollte sie einfach in den Arm nehmen und drücken. Sie wirkt dank ihrer tollpatschigen Art sehr sympathisch.

Auch Dirk schließt man auf eine seltsame Weise ins Herz. Immer wieder überrascht er einen. Nicht selten zeigt er plötzlich, was für ein guter Kerl er ist und springt sogar das eine oder andere mal über seinen Schatten.

Natürlich kommen noch mehr Personen, so eben auch Paul. ich mochte ihn nicht und gegen Ende hat er sich sogar noch unbeliebter gemacht.

Die restlichen Personen kamen auch alle ziemlich überzeichnet, aber dadurch auch sehr lustig und kritisch rüber. Diese Überzeichnung passt wunderbar zur Geschichte, die genau damit punktet.

Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Rabbit in der ersten Person erzählt, weshalb man ihre Gefühle noch ein Stück besser verstehen kann und so häufig mit ihr mitfühlt.

Fazit:

Das Buch meistert auf eine humoristische Art und Weise die Brücke zwischen Realität und Übertreibung. Für mich war es einerseits ein Genuss, es zu lesen und andererseits hat es mich doch nicht nur einmal zum Nachdenken angeregt. Rabbit, Dirk und der Kater Rex mogeln sich auf ihre überraschende und liebenswerte Art einfach nur ins Herz. Ich hoffe sehr, dass nochmal so ein Buch entsteht, denn es ist wirklich gut gelungen.

Ich gebe dem Buch 10 von 10 Punkten.

Weitere Infos:

  • Verlag: Forever by Ullstein
  • Seiten: 297 Seiten (allerdings bisher nur als E-Book erhältlich)
  • ISBN: 978-3-95818-168-7
  • Preis: 2,99 €

Über die Autorin:

 

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Caroline Brinkmann

Caroline Brinkmann wurde 1987 im hohen Norden geboren, studierte in Göttingen Humanmedizin, ist heute als Ärztin tätig und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. Ihr erster Roman erschien 2014 und sie wurde von Lovelybooks-Lesern zur „Besten Debütautorin“ gewählt.
Caroline Brinkmann („Cari“) verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit mit dem Veranstalten von Schnecken-Rennen. Eine heikle Angelegenheit! Meistens liefen die Schnecken in die falsche Richtung oder schliefen auf halber Strecke ein. Schnecken auf der ganzen Welt können wieder aufatmen, denn Brinkmann hat seit einigen Jahren ein neues Hobby gefunden: Bücher!
Nun verbringt sie ihre Freizeit mit dem Schreiben von fantastischer und humorvollen Geschichten. Ob tollpatschige Elfen, sprechende Frösche, verrückte Superhelden oder nerdige Mitbewohner. Ihre Geschichten leben vor allem von einzigartigen Charakteren, die im Grunde jeder kennt.
Neben ihrer Autorentätigkeit, ist Brinkmann Gründerin des „Tintenfeder-Autorenportals“, welches junge Autoren über die Verlagsbranche aufklärt.

Quellen: Amazon und Verlag

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