Rezension: GötterFunke. Liebe mich nicht von Marah Woolf

Heute rezensiere ich das Buch GötterFunke. Liebe mich nicht von Marah Woolf. Es erschien am Montag, dem 20.02.2017, beim Dressler Verlag.

Klappentext:

„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?“ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. „Liebe mich nicht.“

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Design:

Wie nach unzähligen Bemerkungen zu diesem Thema klar sein sollte, mag ich keine Gesichter auf Buch-Covern. Irgendwie zwängen sie mich so in eine Richtung, wie ich mir bestimmte Personen vorstellen sollte. Aber gut, in diesem Fall gibt es meinerseits wieder eine Ausnahme. Vielleicht überdenke ich meine Meinung ja nochmal, so oft, wie ich schon Ausnahmen gemacht habe.
Jedenfalls gefällt mir dieses Cover sehr gut. Die Farbgebung, die Platzierung der Schrift, die Muster und das Funkeln – all das fügt sich zu einem richtig schönen, stimmigen Gesamtbild zusammen. Es hat etwas übernatürliches an sich, passend zur Geschichte. Die Farben harmonieren und die Schrift hat einen griechischen Touch. Auch unter dem Einband kann sich das Buch sehen lassen. Die Muster und Funkelteile setzen sich dort fort in einem zarten Rosaton. Es wirkt nicht zu aufdringlich.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt schon stürmisch. Protagonistin Jess und ihre beste Freundin Robyn fahren in einem Sturm zum geplanten Sommer-Camp, bauen unterwegs aber einen tödlichen Unfall. Sie werden jedoch von den Göttern gerettet und kommen so ohne einen Kratzer an, ohne sich an diesen Unfall zu erinnern. Im Camp geht es dann heiß her. Cayden, Apoll und Athene kommen natürlich auch bald an und teilen sich die Lodges mit Robyn, Jess, Josh und Cameron.
Cayden kommt Jess sofort bekannt vor. Doch im einen Moment ist er absolut nett und sympathisch, im anderen behandelt er sie, als wäre sie ein lästiges Insekt. Allerdings macht er das bei jedem Mädchen und lässt auch nichts anbrennen. Nach und nach spitzt sich die Situation zu und es kommen noch andere Hindernisse auf die Jugendlichen zu …

Mir gefällt, wie es gleich am Anfang eine aufregende Stelle gibt. Der Unfall hat mich wirklich mitgerissen und die Szene danach fand ich sehr faszinierend. Auch gefiel mir das komplette Setting und die Atmosphäre. Es hat super zur Geschichte gepasst und fasst habe ich mir gewünscht, selbst dort zu sein und all das zu erleben.

Die eingearbeitete griechische Mythologie hat mich sehr fasziniert. Durch das Spiel God of War und einigen vorherigen Recherchen besaß ich schon ein gutes Wissen über die Götter der Griechen. So fiel es mir auch leichter, die Überlieferungen und Verwandtschaftsverhältnisse zu verstehen. Es war eine richtig schöne Mischung aus Recherche und Fiktion. Vor allem Apoll, Kalchas und Hermes haben es mir angetan, hihi.

Toll fand ich auch die Darstellung der meisten Charaktere. So ist Jess eine sehr sympathische Protagonistin, die sich ihre Gefühle erst nicht eingestehen will und später versucht, nicht daran zu zerbrechen. Ihre Vergangenheit erschwert es ihr, aber sie hält tapfer durch. Das hat mich sehr beeindruckt. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt.
Ihre beste Freundin Robyn dagegen mochte ich von Anfang an nicht. Sie kam mir schon direkt zu Beginn wie ein verzogenes Biest vor. Dieser Eindruck hat sich leider bestätigt.
Cayden ist für mich dagegen wie ein Buch mit sieben Siegeln. Ich konnte ihn nie einschätzen. Er war immer für eine Überraschung gut, hat mich manchmal aufgeregt, dann war wieder alles gut, dann hat er wieder Mist gebaut,… Ach, es war ein einziges Hin und Her mit ihm. Und seine Arschloch-Moves waren teilweise echt unnötig.
Natürlich könnte ich jetzt über jeden Charakter etwas sagen, aber das würde euch echt erschlagen. Ich mochte aber den Großteil sehr.

Der Aufbau der Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich sehr schnell fertig war mit dem Buch. Für mich hat in keiner Situation Spannung gefehlt. Die ruhigen Aspekte fühlten sich eher wie Oasen an, um wieder Kraft für die aufregenden Teile der Geschichte zu bekommen. Jederzeit konnte ich die Gefühle von Jess nachvollziehen und empfand Geschehnisse als logisch. An manchen Stellen ließ mich der Humor laut auflachen, an anderen musste ich bei so viel Gefühl auch mal ein Tränchen verdrücken. Ein paar Stellen haben mir eine Gänsehaut verursacht oder mir den Atem geraubt! Der Schreibstil war auch jederzeit flüssig zu lesen und hat mich komplett abgeholt und mitgerissen. Ein wirklich gelungenes Buch meiner Meinung nach!

Das Ende hat mich sehr neugierig gemacht und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band im Herbst zu lesen!

Fazit:

Es ist für mich wirklich ein gelungener erster Band für eine vielversprechende Trilogie und ich kann jedem, der sich für griechische Mythologie oder etwas anderer Fantasy-Literatur interessiert, nur empfehlen, das Buch zu lesen! Danke, Marah, für diese mitreißende und schöne Geschichte! Ich gebe der Geschichte 10 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: Dressler Verlag
  • Seiten: 464 als Hardcover
  • ISBN: 9783791500294
  • Preis: 18,99 €

Über die Autorin:

marah_woolf
Quelle: Wikipedia

Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich 2011 mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans einen großen Traum. Ihre Bücher wie eo3 FederLeicht-, die MondLicht- und die BookLess-Saga haben sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million mal verkauft.

Quelle: Autorenseite beim Dressler-Verlag

Weitere Rezensionen zu Marah Woolf alias Emma C. Moore:

Habt ihr GötterFunke denn ebenfalls schon gelesen? Wie fandet ihr es? Oder liegt es auf eurer Wunschliste oder eurem Stapel ungelesener Bücher?

2 Gedanken zu „Rezension: GötterFunke. Liebe mich nicht von Marah Woolf

  1. Liebe Seele,
    das Buch „Götterfunke. liebe mich nicht“ von „Marah Woolf“ hab ich ab einen gewissen Zeitpunkt nicht mehr weglegen können und war danach traurig, dass ich nicht gleich weiterlesen konnte. =(
    Da der zweite Band erst im September und der dritte nächstes Jahr im März erscheint.
    Das wird eine lange Wartezeit, aber zum Glück kann man es sich mit anderen Büchern versüßen.
    Bin schon gespannt, was du von den beiden anderen Teilen halten wirst.
    Liebe Grüße,
    Carina.

    Gefällt 1 Person

    1. Hey,
      das ging mir ganz genauso. Die Geschichte hat mich gefesselt und nicht mehr los gelassen! Und ich bin echt traurig, jetzt warten zu müssen. Ich hab auch noch 11 weitere Bücher daheim, aber dennoch bleibt da dieses Loch. D:
      Zu den anderen Teilen kommen auf jeden Fall auch Rezensionen. 🙂
      Danke für dein Kommentar. 🙂

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